Wir verfolgen einen wissenschaftlichen Anlageansatz, der sich in drei wesentlichen Punkten von der gängigen Praxis unterscheidet.

1. Die Rendite, die ein Investor mit seinen Anlagen erzielt, kommt aus drei Quellen:

  1. Dem risikolosen Zins, der mit risikolosen Anlagen wie dem Tagesgeldkonto erzielt werden kann;
  2. der Risikoprämie „Beta“ (β), die mit Anlagen am Kapitalmarkt erzielt werden kann. Diese Marktrisikoprämie hat einen positiven Erwartungswert und liegt langfristig zwingend oberhalb des risikolosen Zinses. Sie stellt die Kompensation für die im Vergleich zum risikolosen Zins von Jahr zu Jahr schwankenden Erträge, welche in einzelnen Jahren sogar negativ sein können, dar; und
  3. der Risikoprämie „Alpha“ (α) als Kompensation dafür, dass man sich dem Managementrisiko aussetzt. Allerdings ist die erwartete Rendite über die Summe aller aktiv verwalteten Anlagen vor Kosten zwingend Null, da der Gewinn eines Investors immer zu Lasten eines anderen gehen muss. Nach Kosten liegt die Managementrisikoprämie bei etwa minus zwei Prozent.

Wir vermeiden das Managementrisiko zu Gunsten des Marktrisikos. Durch den auf Langfristigkeit und Stabilität ausgelegten Anlageansatz investieren wir weltweit - nach Börsenkapitalisierung gewichtet - in rund 10.000 verschiedene Werte und vermeiden so die unsystematischen Risiken sowie jede Art von Spekulation.

2. Zur Optimierung der Risikoprämie βMarkt lassen sich die von der Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten nachgewiesenen Faktorrenditen nutzen.

erwartungsrenditeSo haben

  1. Aktien höhere erwartete Renditen als festverzinslichen Wertpapiere (Core);
  2. Aktien von kleineren Unternehmen eine höhere erwartete Rendite als Aktien größerer Unternehmen (Size);
  3. Aktien deren Kurs relativ nahe an ihrem Buchwert ist, höhere erwartete Renditen als hochbewertete Wachstumsunternehmen (Price);
    und
  4. Aktien von Unternehmen grundsätzlich eine höhere erwartete Rendite, wenn die operative Profitabilität des Unternehmens über der des Gesamtmarktes liegt (Profitability).
    Zudem sind
  5. festverzinsliche Wertpapiere mit kürzeren Laufzeiten mit einem geringeren Risiko behaftet als solche mit längeren Laufzeiten (Maturity Risk); und
  6. festverzinsliche Wertpapiere mit höherer Bonität mit einem geringeren Risiko behaftet als solche mit geringerer Kreditqualität (Credit Risk).

Langfristig verbessert sich auf diese Weise die Erwartungsrendite um zwei bis vier Prozent. Zudem integrieren wir die korrespondierenden Anlageklassen in unseren Anlageprozess so, dass die Schwankungsbreite der Depots bestmöglich reduziert wird.

3. Die mit Anlageprodukten verbundenen sichtbaren und unsichtbaren Kosten können zu einer spürbaren Verschlechterung der Rendite führen. Dies gilt insbesondere für aktiv verwaltete Anlagen, deren Kosten etwa vier bis acht Mal höher liegen als die Kosten, die im Zusammenhang mit einem evidenzbasierten Anlageansatz stehen.

Wir verwenden für unsere Depots institutionelle Evidenzbasierte Anlageklassenfonds (EAFs). Diese haben bezüglich der Kosten folgende Vorteile:

  1. Die sichtbaren Verwaltungskosten sind vergleichbar mit den Kosten von Börsengehandelten Indexfonds (ETFs) und liegen somit bei ungefähr 20 bis 40 Prozent im Vergleich zu gängigen Investmentfonds;
  2. es gibt keine versteckten Kosten, und die Transaktionskosten liegen im Vergleich zu ETFs und Investmentfonds um bis zu 90 Prozent niedriger; und
  3. da EAFs keinem Index folgen, besteht die Flexibilität, dort zu handeln, wo sich Opportunitäten bieten. Dadurch lässt sich kosteneffizient vom Momentum-Effekt profitieren.

Mit unserem Anlageansatz konzentrieren wir uns auf die relevanten Anlageklassen und lassen zufällige Kursschwankungen einzelner Wertpapiere außer Acht. Durch die konsequente Vermeidung der unsystematischen Risiken und die Fokussierung auf die systematischen Werttreiber entsteht, in Kombination mit den äußerst niedrigen Kosten, für unsere Mandanten spürbarer Mehrwert.