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Kryptowährungen erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit und haben erst jüngst wieder stark an Wert gewonnen. Sogenannte „Krypto-Miner“ generieren weiterhin neue Bitcoins. Interessant zu klären ist, wie das überhaupt funktioniert und was das für die Umwelt bedeutet.

 

Wie Bitcoins geschürft werden

Vereinfacht kann man sagen, wer für die Berechnung der Blockchain hinter den Bitcoin seine Rechenleistung durch Server zur Verfügung stellt, der wird dadurch belohnt, dass er regelmäßig neue Bitcoins generiert. Dabei löst der Rechner quasi ein kryptisches Rätsel. Dieser Vorgang wird auch „Mining“ genannt. Je mehr Bitcoins es jedoch bereits gibt, desto mehr Rechenleistung muss aufgewandt werden um einen neuen Bitcoin zu generieren. Diese Rechenleistung wird mittlerweile durch spezialisierte Bitcoin-Farmen zur Verfügung gestellt. Das sind große leistungsstarke Servereinheiten, die weltweit zu diesem Zweck betrieben werden. Gerade in den Hypephasen des Bitcoin war dies ein lukratives Geschäft.

CO2-Ausstoß von Sri Lanka

Eine aktuelle Studie der TU München und des MIT haben nun den Energiebedarf berechnet, der für diesen Vorgang gebraucht wird und sind auf 46 Terrawattstunden pro Jahr gekommen. Laut der Wissenschaftler verursacht dies mindestens 22 Millionen Tonnen CO2- Emissionen pro Jahr, was einem höheren Treibhausgasausstoß entspricht, als Länder wie Sri Lanka oder Jordanien pro Jahr verzeichnen.

Alternativ können wir den CO2-Ausstoß des Bitcoin auch in Flugreisen umrechnen. Beispielsweise verbraucht ein Flug von Düsseldorf nach Mallorca im Schnitt 0,75 Tonnen CO2 pro Person. Somit entspricht der CO2-Ausstoß der beim schürfen von Bitcoin entsteht der gleichen Menge an CO2, die entsteht wenn ca. 29,3 Millionen Menschen von Düsseldorf nach Mallorca fliegen.

Bevor nun aber die gesamte Blockchain-Technologie verteufelt wird sollte man wissen, dass es auch schon viel energieeffizientere Modelle gibt, als die Blockchain der Bitcoins. Auch wird in der Studie nicht berücksichtigt, wie viel Energie oder Treibhaus-Emissionen dadurch eingespart werden, dass Transaktionen mit Bitcoin, statt mit Alternativen, wie Banküberweisungen, durchgeführt werden. Dennoch sollte gerade bei neuen und zukunftsweisenden Technologien auch der Umweltaspekt mit einbezogen werden. 

Kernaussage:

Trotz all der Euphorie bezüglich der Blockchain-Technologie sollte der Umweltaspekt nicht außer Acht gelassen werden und geprüft werden, ob die Effizienzgewinne der Blockchain im jeweiligen Einsatzbereich wirklich vorhanden sind und ob diese den Energieverbrauch rechtfertigen.

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