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Für die Minimierung von Risiken ist wirksame Diversifikation mehr, als nur eine große Anzahl von Aktien oder Wertpapieren zu halten. Dazu wird auch ein effizienter, kostengünstiger Zugang zu einer Vielzahl von Kapitalmärkten rund um den Globus benötigt.

 

Risiko ist nicht gleich Risiko

Die meisten von uns erfahren die allgemeinen Lebensrisiken, bevor wir die Worte kennen, um sie zu beschreiben: wir stoßen an den Couchtisch oder möchten den Schwanz der niedlichen Katze packen. So einfach ist es beim Anlagerisiko nicht. Hier ist es wichtig zu wissen, dass es zwei ganz unterschiedliche Arten von Risiken gibt: vermeidbare, konzentrierte Risiken und das unvermeidbare Marktrisiko.

Vermeidbare, konzentrierte Risiken

Konzentrierte Risiken sind diejenigen, die bei Investoren von bestimmten Aktien, Anleihen oder Branchen gezielt verheerenden Schaden anrichten können. Selbst bei einer Hausse kann in einem Industrieunternehmen ein Unfall geschehen, der zu einem Absturz der Aktie führt und eine Kommune oder ein Unternehmen kann möglicherweise eine Anleihe nicht mehr bedienen, selbst wenn die Gesamtwirtschaft floriert. Eine Naturkatastrophe kann eine Branche oder Region treffen, während der Rest der Welt sich im Aufschwung befindet.

In der Finanzwissenschaft gelten konzentrierte Risiken als vermeidbar. Man kann immer „Pech“ haben, aber man kann die Auswirkungen auf seine Anlagen außerordentlich minimieren, indem man seinen Aktienbesitz breit und global streut. Sind bei einer guten Diversifikation einige der Werte im Portfolio von einem konzentrierten Risiko betroffen, können diese durch die Ergebnisse vieler anderer, nicht betroffener Werte kompensiert werden.

Unvermeidbare Marktrisiken

Wenn konzentrierte Risiken wie Blitze sind, dann sind Marktrisiken Regengüsse, bei denen jeder nass wird. Es sind die allgegenwärtigen Marktrisiken, die große Teile des Marktes betreffen und die man bei jeder Anlageform am Kapitalmarkt eingeht. Dieses Risiko kann man nur vermeiden, wenn man sein Geld in einem Schließfach verwahrt. Dann wird es beim nächsten Bankbesuch in unveränderter Höhe verfügbar sein. (Vielleicht ist es aufgrund der Inflation weniger wert, aber auf das Thema gehe ich ein anderes Mal ein.) Wenn man jedoch in den Markt investiert, ist man diesem Marktrisiko unmittelbar ausgesetzt.

Risiko und Erwartungsrendite

Die Schwarmintelligenz an den Kapitalmärkten besagt: Der Markt als Ganzes kennt die Unterschiede zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Risiken. Wenn wir dieses Wissen beachten, erhalten wir einen vernünftigen, evidenzbasierten Ansatz für die Steuerung unserer eigenen Anlagen.

Steuerung konzentrierter Risiken – Wenn man versucht, durch die Jagd nach bestimmten Aktien oder Branchen den Markt zu besiegen, dann setzt man sich einem höheren konzentrierten Risikoaus, das man mit Diversifikation vermeiden kann. Daher kann man nicht erwarten, für das Eingehen von konzentrierten Risiken dauerhaft durch Zusatzrenditen belohnt zu werden.

Steuerung des Marktrisikos – Jeder Anleger ist mit dem Marktrisiko konfrontiert, das sich nicht durch Diversifikation beseitigen lässt. Wenn man seine Anlagen auch in schwankenden Marktphasen langfristig hält, kann man damit rechnen, am Ende für seine eiserne Entschlossenheit mit höheren Renditen belohnt zu werden. Trotzdem besteht natürlich die Gefahr, dass die Rendite vorübergehend geringer als erwartet ausfällt. Deshalb sollte man das Marktrisiko auch nur so stark suchen, wie es für die Erreichung der persönlichen Ziele erforderlich ist, aber nicht mehr. Diversifikation wird somit zu einer „Skala“ für den richtigen Umfang an Marktrisiko in Bezug auf die persönlichen Ziele.

 

Kernaussage

Diversifikation spielt eine entscheidende Rolle, sowohl für konzentrierte Risiken als auch für das Marktrisiko. Diversifikation ist für die Vermeidung von konzentrierten Risiken unerlässlich. Bei der Steuerung des Marktrisikos ist es hilfreich, die gewünschte Risikoexposition den persönlichen Zielen anzupassen.

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