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Risiko der Geldanlage als Felsen auf der Straße symbolisiert Risiko Teil 3 - Zusammenhang von Risiko und Haltedauer Zum Inhalt 5. November 2020 Sebastian Paß
Einsteiger

Bei vielen Deutschen herrscht die Meinung, dass Aktien „spekulativ“ seien, weil diese hohe Wertschwankungen haben. Doch je länger der Anlagezeitraum ist, desto stärker wandelt sich dieses Bild. Im Dritten Teil der Artikelreihe „Risiko“ schauen wir uns den Zusammenhang zwischen Verlustrisiko und Haltedauer von Aktien genauer an.

 

Das Auf und Ab

Anders als etwa bei Immobilien wird einem der „Wert“ einer Aktie jeden Tag vor Augen geführt. Effizient wird über die Börse ermittelt, auf welchen Preis sich Käufer und Verkäufer von Wertpapieren sekündlich einigen. Dieser wird durch den Aktienkurs abgebildet. Je nach Marktlage können die Schwankungen immens sein. Besonders wer nicht gut diversifiziert, hat ein hohes Einzeltitelrisiko, welches neben den Marktschwankungen zusätzlich noch die Informationen zu den einzelnen Aktien abbildet. Wirecard Anleger haben dies erst kürzlich wieder schmerzlich erfahren. Doch auch wer weltweit diversifiziert investiert ist, der konnte in der Vergangenheit in Krisen auch mit Kursrückgängen von 50% und mehr rechnen.

 

Langfristig Bergauf

Langfristig betrachtet steigen Aktienkurse jedoch häufiger als sie fallen und boten Investoren über mehr als hundert Jahre betrachtet eine Rendite von ca. 7% p.a. (vor Steuern). Die große Kunst ist es nur zu Wissen, dass Krisen und entsprechende Kurseinbrüche auftreten, diese aber in der Vergangenheit auch immer wieder aufgeholt wurden. Die folgende Grafik verdeutlicht, dass ein Investor, der in den weltweit gestreuten MSCI World Index investiert hatte, spätestens nach 12 Jahren wieder den Ursprungswert erreicht hatte, auch wenn zum schlechtesten Zeitpunkt, also einem Höhepunkt vor einer Krise, investiert wurde. 

Langfristige Rendite der Aktienmärkte

 

Haltedauer entscheidend

Wer also weiß, dass Aktienkurse schwanken und problemlos das investierte Geld liegen lassen kann, bis die Kurse sich wieder erholt haben, der wird von den Renditen der Kapitalmärkte profitieren können. Belohnt wird, wer die Ausdauer besitzt und auch schlechte Zeiten aussitzt. Investieren ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Sollte das Halten der Aktien über eine entsprechend lange Zeit nicht machbar sein, dann wurde keine ausreichende Finanzplanung im Vorfeld betrieben oder die Aktienquote zu hoch gewählt. Ein guter Berater legt großen Wert darauf, solche Situationen durch kluge Planung zu verhindern.

 

Kernaussage

Das Risiko von Aktien ist immer in Abhängigkeit zur Anlagedauer zu betrachten. Wer den Zusammenhang kennt, eventuelle Kurseinbrüche einplant, und die nötige Ausdauer mitbringt, der wird mit Renditen belohnt.

                                                                                                                                                                                                                     Sebastian Paß

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