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Das Vermögen der Deutschen schmilzt Zum Inhalt 29. August 2020 Sebastian Paß
Einsteiger

Der deutsche Bürger gilt seit jeher als guter Sparer. Doch gleichzeitig verliert das Vermögen der Deutschen laufend an Wert. Woran das liegt und wie man dem Vermögensverlust entgeht, das wird im Folgenden beleuchtet.

 

Mit einer Sparquote von 10 Prozent sparen deutsche Bürger fast doppelt so viel, wie etwa der durchschnittliche amerikanische Bürger. Das heißt, dass die Deutschen im Schnitt 10 Prozent des Einkommens zur Seite legen. Doch seit Ende 2010 haben Deutsche Sparer bereits 143,7 Milliarden Euro verloren – das entspricht durchschnittlichen 1.747 Euro je Einwohner. Im ersten Quartal 2020 verloren Spareinlagen 9,1 Milliarden Euro an Wert – pro Kopf sind das 109 Euro. Doch woran liegt das?

 

Der Grund

Der Grund liegt in der Risikoaversion der deutschen Anleger. Trotz niedriger bis kaum noch vorhandener Zinsen legen deutsche Sparer Ihr Geld vornehmlich in Festgeld, Tagesgeld oder Sparkonten an. Auch das Girokonto dient vielen als Parkplatz für Erspartes. Bei einer Inflation die den Zins übersteigt, wie es seit einigen Jahren der Fall ist, führen diese Anlageformen zu einem realen Kaufkraftverlust des Sparers. Trügerisch ist dabei, dass die Summe auf dem Konto zumindest nicht schrumpft, wodurch der tatsächliche Wertverlust vielen nicht klar wird.

 

Die Lösung

Wer dem schleichenden Verlust des Vermögens entgegenwirken will, dem bleibt nichts anderes übrig, als ein höheres Risiko durch andere Investitionen, wie etwa in Aktien, auf sich zu nehmen. Doch ein solches Risiko ist per se kein Problem, wenn man sich der Art des Risikos bewusst ist und auf Gesamtvermögensebene genau plant, welches Risiko man bereit ist in Kauf zu nehmen, um die Inflation auszugleichen, oder sogar eine höhere Rendite zu erzielen. Den meisten deutschen Sparern scheint dazu jedoch das erforderliche Wissen oder der Wille zu fehlen, denn eine Erhebung aus Dezember 2019 unter den Befragten in Deutschland brachte trotz der Wertverluste der Spareinlagen ein ernüchterndes Ergebnis. 88 Prozent der Befragten konnten sich gar nicht oder eher nicht vorstellen ein höheres Risiko in der Geldanlage einzugehen.

 

Kernaussage

Vermögen in Spareinlagen verliert seit Jahren an realem Wert. Wer dem schleichenden Verlust seines Vermögens entgegenwirken will, der sollte in Zukunft sein Geld zumindest in Teilen in renditenträchtigere Anlagen investieren. Ein kompetenter Berater kann mit Ihnen eine geeignete Strategie entwickeln und Ihnen dabei helfen Risiken zu verstehen damit Sie die Angst davor verlieren.

                                                                                                                                                                                                                     Sebastian Paß

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