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In den letzten Jahrzehnten waren nachhaltige Aktienfonds eher Randerscheinungen und nicht zu unrecht kursierte die allgemeine Meinung, dass man sich zwischen Rendite und ethischer Geldanlage entscheiden müsse. Nachhaltige Finanzanlage war also nur etwas für eingefleischte Weltverbesserer. In Zeiten von Klimastreiks und drohender Erderwärmung keimt die Frage jedoch wieder auf, ob nachhaltiges investieren auch ohne Renditeverlust möglich ist. Ein Blick auf den Status Quo.

 

Das alte Problem

Der Grund, warum nachhaltige Aktienfonds in den letzten Jahrzehnten ein Schattendasein pflegten, lässt sich auf zwei wichtige Faktoren zurückführen. Zunächst einmal ist die Auswahl besonders nachhaltiger Unternehmen sehr aufwändig. Entsprechende Publikationen zu Nachhaltigkeitsparametern sind erst seit einigen Jahren Pflicht und diese müssen leider erst aufwändig „entschlüssel“ werden, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Das bedurfte und bedarf  immer noch sehr viel Rechercheaufwand. Dadurch waren die Kosten entsprechender nachhaltiger Aktienfonds sehr hoch und nicht selten bei 2% oder mehr pro Jahr. Der zweite wichtige Faktor ist die begrenzte Diversifikation. Wer strenge Nachhaltigkeitskriterien anlegt und bestimmte Branchen komplett ausschließt, der endet nicht selten mit weniger als 100 Aktien im Portfolio, die das Klumpen- und Branchenrisiko wesentlich erhöhen, ohne die Renditeerwartung zu verbessern.

 

Status Quo

Bedauerlicherweise hat sich bei herkömmlichen Fonds kaum etwas geändert. Einzeltitelauswahl, hohe Kosten und verringerte Diversifikation sind auch heute noch in diesen nachhaltigen Fonds zu finden. Doch mittlerweile gibt es innovative Alternativen dazu. Fonds, die systematisch bestimmte nachhaltige Aspekte übergewichten, dabei aber die breite Diversifikation beibehalten und keine aktive Einzeltitelauswahl betreiben, verbinden das Beste aus beiden Welten. Nachhaltiger Anspruch ohne zusätzliches Risiko oder hohe Kosten. Und wer sich die aktuelle Studienlage anschaut, der findet vermehrt Hinweise darauf, dass systematisch genutzte Nachhaltigkeitskriterien sogar mehr Rendite oder weniger Risiko generieren können. Ein aktueller Vergleich des Weltindexes MSCI World mit seinem nachhaltigen Bruder, dem MSCI WORLD SRI, zeigt, dass besonders in den letzten 5 Jahren die nachhaltige Variante besser Abschnitt.

Kernaussage:

Wer heutzutage nachhaltig investieren möchte, ohne höhere Kosten und höheres Risiko zu tragen, dem stehen innovative Lösungen zur Wahl. Bei der Auswahl sollte jedoch besonders auf die Höhe der Kosten und die Breite der Diversifikation geachtet werden. Auch viele ETFs sind nicht ausreichend diversifiziert oder neigen zu Branchenklumpen.