Wer sich momentan über die Internetseite von Unternehmen über deren Nachhaltigkeit informiert, findet oft einen Verweis darauf, dass diese bestimmte SDG-Ziele verfolgen. Werfen wir mal einen genaueren Blick darauf, was diese SDGs überhaupt sind.
SDG ist die Abkürzung für Sustainable Development Goals. Nachhaltige Entwicklungsziele, Agenda 2030 oder Weltzukunftsvertrag sind oft genannte Synonyme. Entwickelt wurden diese von den United Nations (UN), welche die Entwicklung der SDGs 2012 in der Riokonferenz beschloss und 2016 dann vorstellte.
Die SDGs bestehen aus 17 Zielen, die in erster Linie von den UN-Staaten umgesetzt werden sollen. Deutschland etwa hat diese Ziele auf nationaler Ebene in ihre Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen. Um die Umsetzung der Ziele auch messbar zu machen, wurden aus den 17 Zielen, 169 Unterziele abgeleitet und ein Messinstrument durch das deutsche Statistische Bundesamt erstellt.
Folgend sind die 17 Ziele dargestellt, welche auch mit jeweils einer Kachel im Bild dargestellt werden.
Kritik an der Messung der Zielerreichung wird unter anderem von dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geübt. Es kritisiert, dass die Messmethode zu stark das Bruttosozialprodukt in den Fokus nehme.
Auch ist nicht jedes Land mit allen 17 Zielen einverstanden. So ist der Punkt „Frieden“ stark umstritten und wird von einigen Ländern nicht in der Zielerreichung integriert.
Generell ist, wie bei jeder Nachhaltigkeitsthematik, immer ein Auslegungsspielraum vorhanden. Viele Unternehmen haben mittlerweile diese 17 Ziele für sich entdeckt und weisen auf Ihren Nachhaltigkeitsseiten darauf hin, welche Ziele sie verfolgen. Hier sollte man genau hinschauen, wie das Unternehmen konkret dieses Ziel verfolgt. Wer etwa behauptet, er fördere die Ziele 2 und 3, weil im Büro frisches Obst zur Verfügung stehe, der mag wohl etwas dick auftragen.
Trotz der vielen Reformen ist der Euroraum nach wie vor fragil. Die Probleme in Italien zeigen die Dringlichkeit weiterer Reformen, gerade im Bereich des Finanzsektors. Ein sinnvolles Reformpaket muss aus ökonomischen Gründen Risikoteilung und Marktdisziplin verbinden. Ohne weitere Reformen ist der Euroraum jedoch nicht für eine weitere Krise gewappnet und ein Zusammenbruch des Euros wäre für Deutschland wirtschaftlich und politisch eine Katastrophe.





