Held am Draht
"Ist die Anlage in Gold eine gute Idee?"

23. Mär 2026, Dietrich Preuß

Held am Draht
"Ist die Anlage in Gold eine gute Idee?"

23. Mär 2026, Dietrich Preuß

Held am Draht
"Ist die Anlage in Gold eine gute Idee?"

23. Mär 2026, Dietrich Preuß

Held am Draht
"Ist die Anlage in Gold eine gute Idee?"

23. Mär 2026, Dietrich Preuß

Held am Draht
"Ist die Anlage in Gold eine gute Idee?"

23. Mär 2026, Dietrich Preuß

Held am Draht
"Ist die Anlage in Gold eine gute Idee?"

23. Mär 2026, Dietrich Preuß

Gold und Silber haben in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt. Wie ist also eine Anlage in Gold zu bewerten? Die Antwort liegt in der Formel „bewerten heißt vergleichen“. In diesem Fall mit Aktien. Finanzmedien berichten derzeit fast täglich über Rohstoffe. Es ist daher nur menschlich, sich zu fragen: Hätten wir mehr davon besitzen sollen? Sollen wir bei den Kursen noch kaufen? Haben wir etwas verpasst? Diese Frustration ist nachvollziehbar. Rohstoffe wirken zudem greifbar und real – etwas, das man von einem globalen Aktienportfolio nicht unbedingt behaupten kann.

Gold vs. Aktien: Faktor 3

Eine der wohl bekanntesten Goldanlagemünzen ist der Krügerrand aus Südafrika. Rückblickend  wirkt die Goldrallye klar und offensichtlich. Doch noch Anfang 2024 war das keineswegs klar: Gold bewegte sich lange seitwärts. Was zeigt der Langzeitvergleich zwischen Gold und Aktien? Wir haben es einfach gehalten und Kosten und Steuern außen vor gelassen. Die Ergebnisse sind auch so bemerkenswert genug.

Wenn sich die Preise verändern, ändern sich auch die erwarteten Renditen
Wenn sich die Preise verändern, ändern sich auch die erwarteten Renditen

Zwischen 1986 und 2025 stieg der Preis von einer Krügerrandmünze (1 Unze) von etwa 348 € auf rund 3.048 €. Daraus ergibt sich eine Rendite von ca. 5,7 % pro Jahr. Eine solide Entwicklung. Zum Vergleich betrachten wir den MSCI World Total Return Index, der über 1.300 Unternehmen aus entwickelten Ländern umfasst. Wichtig ist: Für einen fairen Vergleich haben wir die Rendite inklusive Dividenden betrachtet. Historische Daten zeigen eine Rendite von 8,88 % pro Jahr (1986–2025, Quelle: MSCI). Das entspricht einer Differenz von 3,2 Prozentpunkten. Hätte der Anleger 10.000 EUR vor 40 Jahren investiert, würde aus Gold/Krügerrand rund 91.000 EUR geworden sein, während sich ein Wertpapierdepot mit Aktien des MSCI World in etwa auf rund 302.000 EUR vervielfältigt hätte. Also eine Verdreifachung zu Gunsten von Aktien. Unsere Empfehlung war und ist es stets geblieben, Gold als geringe Beimischung ins Depot zu legen. Je nach Vermögensgröße und Absicherungsbedarf zwischen 5-15%. So haben unsere Kunden strategisch diversifiziert angelegt – einschließlich eines Goldanteils – und von den Entwicklungen in jeder Phase profitieren können.

Die stabilisierende Wirkung kann man in der Grafik oben gut zum Ende der 90er und 2008/2009er Jahre sehen. Während Aktien sich nach unten entwickelten, blieben die Goldpreise auf gleicher Höhe oder stiegen sogar. Der entscheidende Unterschied liegt im System: Gold hat keinen Ertrag aus sich selbst, kennt keine Dividende und hat kein Wachstum. Der Preis hängt allein von Angebot und Nachfrage ab. Unternehmen (Aktien) erwirtschaften mit ihren Geschäftsmodellen Gewinne über die Zeit. Insofern sind Aktien produktive Vermögenswerte, während Gold ein reiner Wertspeicher ist.

Was bedeutet das für Ihre Strategie?

Betrachten Sie Gold aus dem Blickwinkel der Struktur und lassen Sie sich nicht von Kurssprüngen blenden: Gold kann im Zusammenhang mit großen Krisen als guter Wertspeicher und Stabilisator dienlich sein, aber mehr eben nicht. Und wenn Sie bereits Gold halten, dann sollten Sie die Schätze nicht zu Hause aufbewahren, sondern in einem Hochsicherheitsdepot außerhalb der Europäischen Union. Zu den möglichen Krisen zählen auch die Folgen einer Währungsreform, die mit einem inländischen Goldverbot einher gehen könnte. Die Einlagerung in der Schweiz ist erschwinglich, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die Gewinne aus Gold aktuell nach 12 Monaten steuerfrei sind.

Kernaussage: Die Dosis Gold bestimmt den langfristigen Vermögenserfolg

Generell sollten Sie an einem ausgewogenen Portfolio vieler Anlageklassen arbeiten und international aufgestellt sein. Gegen einen kleinen Anteil an physischem Gold ist nichts einzuwenden, im Gegenteil: es bringt Stabilität ins Portfolio. Spekulieren Sie nicht auf den Goldpreis, sondern legen Sie Gold „für die Ewigkeit“ ins Depot, Sie werden besser schlafen. Verbinden Sie Ihre Überlegungen zur Geldanlage mit einer Strategie, die steuerlich und rechtlich für Sie optimal ist. Beziehen Sie Familienstiftungen, gemeinnützige Stiftungen, Genossenschaften, Versicherungsmäntel und anderes mehr in Ihre Gedanken ein. Dafür ist immer der richtige Zeitpunkt.

Weitere Beiträge des Autors Dietrich Preuß

Verwandte Beiträge

Machen Sie den
Vermögensstresstest