Wer persönlich ein Vermögen aufbauen möchte, der sollte wie ein Unternehmer denken, denn das eigene Vermögen ist wie ein Unternehmen, dass, gut geführt, für einen arbeitet. 

Der Businessplan

Am Anfang einer Unternehmung steht häufig eine Idee. Doch die Idee alleine reicht nicht aus. Der Businessplan wird erstellt, damit ein strukturierter Plan entsteht, wie dieses Idee nun konkret umzusetzen ist und wie realistisch die Umsetzung ist. So ist es auch beim Vermögensaufbau. Wer sich wünscht einmal Millionär zu sein, der wird mit diesem Wunsch meist scheitern, wenn er sich keinen Plan für die Erreichung seines Ziels macht. Was ist das Ziel, wie viel muss man dafür sparen, wie viel Rendite erwartet man, welche Risiken bestehen und wogegen sichert man sich ab? Diese und viele weitere Fragen sind zu klären. Ein Vermögensplan ist das Fundament eines jeden Vermögensaufbaus.

Controlling

Damit man auch weiß, ob alles nach Plan läuft bedarf es eines regelmäßigen Abgleichs zwischen Ist- und Soll-Stand. Kein Plan ist hilfreich, wenn man nicht weiß, ob man noch auf dem richtigen Kurs ist, oder nicht. So kann man auch schneller gegensteuern und erkennt Risiken früher. Grundlage all dessen sollte sein, dass man genau weiß, wie viel Geld man wofür ausgibt und was am Ende übrig bleibt. Auch wer zum Beispiel 15 Tausend Euro netto pro Monat verdient wird nicht automatisch vermögend wenn die Konsumausgaben das gesamte Einkommen wieder auffressen.

Mitarbeiter

So wie Mitarbeiter in einem Unternehmen arbeiten und für das Unternehmen gewinne erwirtschaften, so soll auch das Vermögen für einen arbeiten. Wer es gerne bildlich mag, der kann sich vorstellen, dass jeder Euro im Depot ein kleiner Arbeiter ist, der Renditen erwirtschaftet. Genau wie in einem Unternehmen sollte man sich genau überlegen, welcher Mitarbeiter für welche Tätigkeiten gebraucht wird und bei der Auswahl große Vorsicht walten lassen. Häufiges Wechseln der Mitarbeiter ist eine teure Angelegenheit, genau so, wie das häufige Wechseln der Finanzanlagen.

Reinvestieren

Ein Unternehmen, dass langfristig alle Gewinne ausschütten lässt und nicht reinvestiert, wird irgendwann von seinen Mitbewerbern abgehängt. Investitionen sind die Grundlage für Fortschritt und Effizienzsteigerung. Beim Vermögensaufbau gibt es zwar keine Mitbewerber, jedoch kann auch das Vermögen nicht weiter wachsen, wenn alle Gewinne entnommen werden. Viele Menschen unterschätzen auch das exponentielle Wachstum, dass durch den Zinseszins erzeugt wird, weswegen Albert Einstein dies auch als “achtes Weltwunder” bezeichnet hat. Hinzu kommt die Inflation, welche dafür sorgt, dass das Vermögen zwar nominell gleich bleibt, aber real weniger wert ist. Nur Reinvestieren steuert dem entgegen.

 

Kernaussage

Wer sich um sein „Vermögens-Start up“ kümmert, einen Businessplan erstellt, Controlling betreibt, reinvestiert und sich um seine “Mitarbeiter” kümmert, der ist einem prosperierenden Vermögen schon einen großen Schritt näher gekommen.

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